TOP 6 Supplemente zur Verbesserung der Libido

Die all­ge­mein auftre­ten­den Gesun­dhe­it­spro­bleme füh­ren häu­fig zu einer gesenk­ten Vita­li­tät. Die sich daraus erge­bende Sen­kung der Libido ist für viele Men­schen, ins­be­son­dere für Män­ner, aufgrund der sozia­len Ten­den­zen, die diese Art. von Störung zu kri­ti­sie­ren, unan­ge­nehm. Zum Glück bie­tet der Sup­ple­men­ta­tion­smarkt viele poten­zielle Lösun­gen für die­ses Pro­blem an. Wenn man sich mit dem Wir­kung­spro­fil bestim­m­ter Sup­ple­mente bekannt macht, kann man das beste Mit­tel für sich selbst auswäh­len und den Sexu­al­trieb effek­tiv ste­igern.

Begin­nen wir mit den Grun­dla­gen, also mit dem bio­che­mi­schen Hin­ter­grund für das Auftre­ten von sexu­el­ler Span­nung. Eine wich­tige Rolle spielt hier der Neu­ro­tran­smit­ter Dopa­min [11]. Dies ist der Haupt­fak­tor, der auf das Gefühl des Ver­lan­gens nach einer ande­ren Per­son ein­fließt und auch das Ener­gie­ni­veau, die Moti­va­tion und die Zufrie­den­heit beein­flusst. Eine ent­ge­gen­ge­setzte Wir­kung hat Pro­lak­tin. Wenn es davon zu viel gibt, füh­len wir uns schlech­ter, der Sexu­al­trieb senkt und die Potenz verschlech­tert sich. Der hohe Pro­lak­tinspiegel wird oft von einem nie­dri­gen Dopa­minspiegel begle­itet, Was viel erklärt.
Was sind die poten­ziel­len Gründe für einen sol­chen Zustand? Hier sche­inen die Störun­gen des Sexu­al­hor­mon­hau­shalts am wich­tig­sten zu sein. Eine große Rolle spie­len die Andro­gene – Testo­ste­ron und DHT, welche einen bre­iten Ein­fluss auf die Funk­tion des dopa­mi­ner­gen Systems haben. Es umfasst das Tempo der Dopa­minsynthese [13], seine Fre­iset­zung in die synap­ti­schen Räume und den Ein­fluss auf die Dichte ein­zel­ner Dopa­minrezeptoren [12].
Auch die Schild­drüse­ner­kran­kung kön­nen dafür veran­twor­tlich sein. Sowohl die Unter­funk­tion als auch Über­funk­tion die­ses Organs kön­nen ein Grund für eine ver­min­derte Libido dar­stel­len, und die Nor­ma­li­sie­rung des Hor­mon­spie­gels führt zu einer schnel­len Rück­kehr zur kor­rek­ten Libido [10].
Die Rolle von über­mäßi­gem Stress kann nicht über­se­hen wer­den. In Stress­si­tu­atio­nen erhöht sich außer Cor­ti­sol auch die Fre­iset­zung von Adre­na­lin und Nora­dre­na­lin, Was die Rese­rven die­ser Neu­ro­tran­smit­ter in den Neu­ro­nen erschöpft. Wenn die Sub­strate inten­siv zum Aufbau die­ser beiden Sub­stan­zen aus­ge­nutzt wer­den, kön­nen sie zur Pro­duk­tion von Dopa­min feh­len, Was auf das Sexu­al­le­ben ein­fließt. Über­mäßi­ger Stress beein­träch­tigt oft die Schla­fqu­ali­tät, Was auch sehr ungün­stig ist.

Wenn wir also zum Kern der Sache kom­men. Wel­che Mit­tel sol­lte man in Erwägung zie­hen, um den Sexu­al­trieb zu ste­igern?

1. Eury­coma Lon­gjack

For­scher haben eine 12-wöchige Unter­su­chung mit 109 Män­nern im Alter von 30–55 Jah­ren durch­ge­führt. Die Teil­neh­mer haben 300 mg eines Extrakts aus Eury­coma Lon­gi­fo­lia oder Pla­cebo ein­ge­nom­men. In der Gruppe, die Lon­gjack ein­nahm, wurde eine Ste­ige­rung der Libido um ~14%, eine Ver­bes­se­rung der Erek­tion und eine bedeut­same Ver­bes­se­rung der Para­me­ter, die auf die Same­nqu­ali­tät hin­we­isen, fest­ge­stellt [1]. Eine Ein­sch­rän­kung die­ser Unter­su­chung war zwar die Tat­sa­che, dass sie von einer Firma finan­ziert wurde, die ein Pro­dukt mit einem sol­chen Extrakt in der Zusam­men­set­zung ver­kauft, jedoch wird der Ein­fluss auf Libido und Potenz von den Ergeb­nis­sen von Tier­for­schun­gen[2] und vie­len Ein­zel­be­rich­ten, sowohl aus der asia­ti­schen Tra­di­tion[3], als auch von den heu­ti­gen Benut­zern unter­stützt.

2. Yohim­bin

Die­ses Alka­loid ste­igert die Libido sowohl bei Män­nern als auch bei Frauen, una­bhän­gig von der Testo­ste­ron­wir­kung [4]. Es fließt auch auf die Ver­bes­se­rung der Erek­tion ein, ins­be­son­dere in Fäl­len, in denen die Störun­gen psy­cho­gen sind. Beide Mecha­ni­smen erge­ben sich aus der Fähig­keit von Yohim­bin zur Hem­mung der Akti­vi­tät von alpha2-adre­ner­gen Rezep­to­ren. Der Nach­teil von Yohim­bin ist die hohe Abhän­gig­keit der Wir­kung von den indi­vi­du­el­len Veran­la­gun­gen – eine Per­son wird schon bei mini­ma­len Dosen eine spür­bare Wir­kung emp­fin­den, die andere wird sie über­haupt nicht spüren.

3. N-Ace­tyl L-Tyro­sin (NALT)

Der Präkur­sor für den Aufbau von Dopa­min, welches, wie wir schon wis­sen, für das Emp­fin­den von sexu­el­ler Span­nung von Schlüs­sel­be­deu­tung ist. Es hilft ins­be­son­dere in Situ­atio­nen, in denen es aufgrund des Miss­brauchs von Sti­mu­lan­zien, die eine schnel­lere Kate­cho­la­min­fre­iset­zung bewir­ken, über­mäßi­gem Stress im Leben oder einen zu gerin­gen Pro­te­in­kon­sum, zu einem Dopa­minmangel kommt. Die besten Ergeb­nisse wer­den bei der Ein­nahme auf nüch­ter­nen Magen erzielt, und die Ergän­zung mit einem Grün­tee-Extrakt mit einer gro­ßen Menge an EGCG, kann den Trans­port zum Gehirn unter­stüt­zen. Dies ist ein Sup­ple­ment, das sich nur bei Men­schen mit unzu­re­ichen­der Dopa­minsynthese bewäh­ren wird.

4. Gin­seng

Eines der klas­si­sch­sten Adap­to­gene, welche Ener­gie und Vital­kräfte ver­le­ihen. Wir unter­sche­iden meh­rere Gin­sengarten, von denen die belieb­te­sten die asia­ti­sche und ame­ri­ka­ni­sche Sorte sind. Beide brin­gen auf etwas ver­schie­dene Weise gewisse Vor­te­ile mit sich, und die effek­ti­vste sche­int ihre Kom­bi­na­tion zu sein. Die Wirk­stoffe – Gin­se­no­side, flie­ßen auf den Zustand des Hor­mon­hau­shalts ein und modi­fi­zie­ren die Wir­kung von Dopa­min, Ace­tylcholin und GABA [5]. Die Wir­kung von Gin­seng ist schnell spür­bar, obwohl man schon nach einem Monat schwächere Effekte fest­stel­len kann, weswe­gen die zykli­sche Sup­ple­mentation die beste Option ist.

5.Maca

Ein popu­läres Aph­ro­di­sia­kum, das auch una­bhän­gig von Testo­ste­ron und ande­ren Sexu­al­hor­mo­nen wirkt [6]. Seine Wir­kung gewinnt zusam­men mit der regel­mäßi­gen Ein­nahme an Stärke, wobei die Regel­mäßig­keit wich­ti­ger als die Ein­nahmezeit ist – es gibt keinen Bedarf der Ein­nahme des Sup­ple­ments in einer bestim­m­ten Zeit vor der geplan­ten Annähe­rung. Gute Ergeb­nisse wur­den auch bei der Ein­nahme des Maca-Extrakts bei Men­schen mit Depres­sio­nen wäh­rend der The­ra­pie mit Medi­ka­men­ten aus der SSRI-Gruppe erzielt, welche bei ihnen sexu­elle Funktionsstörun­gen verur­sach­ten [7]. Eine gute Wahl für den regel­mäßi­gen Gebrauch auch über meh­rere Monate, Was außer­dem zu einer bes­se­ren Stim­mung und einer bes­se­ren Stres­sto­le­ranz füh­ren kann. Maca ist unter Frauen eine beson­ders popu­läre Wahl.

6. Tri­bu­lus Ter­re­stris

Eine aus­ge­ze­ich­nete Pflanze, deren Wir­kung oft mis­sver­stan­den wird. Bei der Ein­nahme von Tri­bu­lus sol­lten wir keine Ste­ige­rung des Testo­ste­ronspie­gels erwar­ten, son­dern nur posi­tive Emp­fin­dun­gen, die für Andro­gene cha­rak­te­ri­stisch sind. Dies ergibt sich aus der Tat­sa­che, dass das regel­mäßig ein­ge­nom­mene Tri­bu­lus die Dichte der Andro­gen­re­zep­to­ren im Gehirn erhöht [8], wodurch Testo­ste­ron und DHT bes­ser funk­tio­nie­ren, auch wenn sich ihre Spie­gel nicht ändern. Obwohl es eher als Sup­ple­ment für Män­ner gehal­ten wird, wirkt es auch hervor­ra­gend bei Frauen. Es wird auch zur Gruppe der Adap­to­gene gezählt, und wie wir schon oben erwähnt haben, ist die Stres­skon­trolle in dem von uns disku­tier­ten Aspekt auch vor­te­il­haft. In einer Stu­die unter Anwen­dung des Erd-Burzel­dor­ne­xtrakts bei Frauen mit ver­min­der­tem Sexu­al­trieb wurde nach 4 Wochen eine spür­bare Ver­bes­se­rung der Para­me­ter, die mit dem Sexu­al­le­ben ver­bun­den sind, wie Ver­lan­gen, Lubri­ka­tion oder Zufrie­den­heit fest­ge­stellt [9].
Die Reihen­folge der Mit­tel ist weder von der Wirk­sam­keit noch der Quali­tät defi­niert, da die erwähn­ten Mit­tel sich durch ihren Wir­kungsmechanismus unter­sche­iden und für jeden ein ande­res Präpa­rat geeignet sein kann.

Zusam­men­ge­fasst gibt es viele natür­li­che und nich­ti­nva­sive Metho­den für die Ver­bes­se­rung des Sexu­al­le­bens. Ver­schie­dene Fak­to­ren, wie Hormonstörun­gen, Ungle­ich­ge­wicht der Neu­ro­tran­smit­ter oder über­mäßi­ger Stress im Leben, kön­nen auf die Sen­kung der Libido einflie­ßen. Wenn man ein Sup­ple­ment auswählt, das an die eige­nen Bedürf­nisse ange­passt ist, kann man hervor­ra­gende Ergeb­nisse erzie­len und die Leben­squ­ali­tät verbes­sern.