Erbsenprotein und Muskelmasse

Es ist kein Gehe­im­nis, dass das Pro­tein ein uner­läs­sli­cher Bestand­teil für das Wach­stum und die Rege­ne­ra­tion der Muskeln ist. Wir alle sind uns des­sen bewusst. Gle­ich­ze­itig wur­den uns bestim­mte Mythen über Pro­teine ein­ge­trich­tert. Einer der alten Mythen ist, dass wer­tvol­les Pro­tein nur aus Fle­isch oder ande­ren tie­ri­schen Pro­duk­ten stam­men kann.

Was pas­siert mit denen, die nicht im Stande sind Lak­tose zu ver­dauen oder aus ethi­schen Grün­den beschlos­sen haben, kein Fle­isch zu essen? Kann man aus pflan­zli­chen Quel­len eine ausre­ichende Pro­teinmenge erhal­ten, die das Erre­ichen von opti­ma­len Spor­ter­geb­nis­sen ermögli­chen wird?
Die kurze Antwort lau­tet: ja!

Es kom­men jedoch Fra­gen. Wel­ches Pro­tein schmeckt am besten?
Wel­ches Pro­tein auf Pflan­zen­ba­sis eignet sich am besten?


Die Mehr­heit von uns hat bestimmt schon von Sojapro­tein gehört. Aber es gibt auch viele andere, weni­ger popu­läre, die beach­ten­swert sind. Dies sind z. B. Hanfpro­tein, Pro­tein aus brau­nem Reis oder Erb­sen.
In Wir­klich­keit ist jedes von ihnen eine hervor­ra­gende Alter­na­tive zu klas­si­schem Mol­kenpro­tein. Exper­ten emp­feh­len, Pro­teine aus ver­schie­de­nen Quel­len zu gewin­nen, dank Was von jedem Nut­zen gezo­gen wer­den kön­nen. Das Pro­teinprofil der Erb­sen sche­int am wenig­sten beliebt zu sein und wird daher sel­ten als wer­tvolle Pro­teinquelle gehal­ten.
Es ist Zeit, dies zu ändern!

Mythen über Pro­teine pflan­zli­chen Ursprungs
Die Übe­rzeu­gung, dass pflan­zli­ches Pro­tein nicht wer­tvoll ist, ist weit von der Wahr­heit ent­fernt. Eine sol­che gän­gige Meinung sche­int durch die Veral­l­ge­me­ine­rung aller pflan­zli­chen Pro­teine verur­sacht zu wer­den. Selb­stver­stän­dlich ist nicht jedes pflan­zli­che Pro­tein vol­l­stän­dig, es darf jedoch nicht veral­l­ge­me­inert wer­den.

Wir müs­sen ver­ste­hen, dass die Diät im All­ge­me­inen flüs­sig ist. Wir kom­bi­nie­ren ver­schie­dene Pro­dukte in eine Mahl­zeit, dank Was wir ein wer­tvol­les Gericht erhal­ten. Dem Erb­senpro­tein feh­len einige nicht wich­tige Ami­no­säu­ren, die auf natür­li­che Weise im Orga­ni­smus pro­du­ziert wer­den. Wenn du jedoch etwas Reispro­tein hin­zu­fügst, kan­nst du es als vol­l­stän­dige Pro­teinquelle wäh­rend einer Mahl­zeit ver­wen­den. Beachte auch, dass die Diät sich aus allem zusam­men­setzt, Was du den gan­zen Tag über kon­su­mierst. Der Man­gel an einer oder meh­re­ren Ami­no­säu­ren wäh­rend einer Mahl­zeit wird nicht nega­tiv auf das Funk­tio­nie­ren des gesam­ten Orga­ni­smus ein­flie­ßen.
Die Erb­sen, kön­nen als Hül­sen­frucht in jeder Form kon­su­miert wer­den. Frisch, gebac­ken, getrock­net, gekocht, abhän­gig von unse­ren Präfe­ren­zen oder der in der Diät geplan­ten Mahl­zeiten. Wenn wir wenig Zeit haben, kön­nen wir einen Shake mit Erb­senpro­tein trin­ken, und wenn wir das Abendes­sen genie­ßen möch­ten, kön­nen wir Erb­senpaste mit Gemüse und Toasts essen. Dies ist ein wir­klich viel­se­iti­ges Pro­tein, das auf viele Weisen verzehrt wer­den kann.

Was ist das Erb­senpro­tein?
Da man die Erb­sen frisch kau­fen und ohne Wär­me­be­han­dlung verzeh­ren kann, sind viele Men­schen der Meinung, dass dies ein Gemüse ist. Das ist aber nicht ganz rich­tig. Die Erbse ist eigen­tlich eine Hül­sen­frucht. Sie gehört zur sel­ben Kate­go­rie wie Lin­sen, Boh­nen, Sau­boh­nen.
Erb­senpro­tein kann sowohl aus fri­schen grünen Erb­sen als auch aus getrock­neten, gel­ben Erb­sen pro­du­ziert wer­den.
Es gibt eine Gruppe von Men­schen, die eine schlechte Meinung über Hül­sen­früchte haben, jedoch gibt es keine festen wis­sen­scha­ftli­che Bewe­ise dafür, dass die Diät, die auf Pflan­zen basiert, unge­sund ist.

Und Was ist mit Soja?
Es ist schwie­rig, über pflan­zli­che Pro­teine zu spre­chen und Sojapro­tein nicht zu erwäh­nen. Dies ist eines der ersten Pro­dukte, nach denen wir gre­ifen, wenn wir den Kon­sum von Fle­isch- oder Milchpro­duk­ten begren­zen wol­len. Die Mehr­heit der mit der Diäte­tik ver­bun­de­nen Per­so­nen rät davon ab, große Soja­men­gen zu verzeh­ren.
Warum?
Vor allem – ist dies eine der am meisten gene­tisch modi­fi­zier­ten Pflan­zen der Welt.
Soja imi­tiert Östro­gen im Orga­ni­smus und senkt dadurch den Testo­ste­ron­spie­gel. Dies hat sowohl für Män­ner als auch für Frauen nega­tive Fol­gen, kann jedoch manch­mal für Frauen vor­te­il­haft sein (Hir­su­ti­smus). Die Östro­gendominanz kann sich bei Män­nern in Form von über­schüs­si­gem Fett im Bru­st­be­re­ich äußern.
Erb­senpro­tein ist noch nicht so beliebt wie Soja, hat jedoch viele ernäh­rung­sphy­sio­lo­gi­sche Vor­te­ile und ein vor­te­il­haftes Aller­gen­pro­fil, Was es zu einer gesün­de­ren Alter­na­tive zu Soja macht.
Emp­fin­dli­che Mägen lie­ben Erb­senpro­tein
Wenn du nach dem Kon­sum deines Lieblingspro­teins oft unter Verdauungsbeschwer­den wie Blähun­gen oder Bauch­sch­me­rzen leidest, dann kan­nst du es erfol­gre­ich durch Erb­senpro­tein erset­zen. Dein Magen wird sehr dank­bar sein.
Warum?
Da das Erb­senpro­tein keine Milch, Glu­ten oder Soja enthält! Dies bedeu­tet, dass es frei von den belieb­te­sten Aller­ge­nen ist!
Wie wir schon erwähnt haben, kön­nen Erb­sen in vie­len For­men verzehrt wer­den. Wenn du die Erb­sen roh isst, lie­ferst du dem Orga­ni­smus große Men­gen an gesun­den Bal­la­st­stof­fen. In Pulver­form ist es jedoch fast völ­lig frei von Koh­len­hy­dra­ten, Was es zu einem wür­di­gen Ersatz für Mol­kenpro­tein macht.
Im Gegen­satz zu Soja sind Erb­sen gewöhn­lich orga­nisch und gene­tisch unve­rän­dert. Sie kön­nen in gro­ßen Men­gen ange­baut und geern­tet wer­den und ble­iben dabei umwelt­freun­dlich. Der Man­gel an Pesti­zi­den und ande­ren che­mi­schen Sub­stan­zen bewirkt, dass es eine völ­lig natür­li­che Pro­teinquelle mit gerin­gen, sel­ten fest­ge­stel­l­ten Neben­wir­kun­gen ist.
Milchpro­dukte kön­nen im Orga­ni­smus Ent­zün­dun­gen verur­sa­chen. Sowohl bei Men­schen, die Lak­tose ver­tra­gen, als auch bei denen, die sie nicht ver­dauen. Pflan­zli­che Pro­teine verur­sa­chen viel sel­tener ent­zün­dli­che Reak­tio­nen.
Ähn­lich sieht es im Fall der glu­tenfreien Diät aus. Sozu­sa­gen muss nicht jeder auf Glu­ten verzich­ten, aber auch wenn du nicht aller­gisch dage­gen bist – kann es zu Dar­ment­zün­dung füh­ren. Es kann Blähun­gen und Gase verur­sa­chen. Der leicht ver­dau­li­che Cha­rak­ter des Erb­senpro­teins redu­ziert das Auftre­ten die­ser Art. von Pro­ble­men nahezu auf null.
Zusam­men­ge­fasst ist das Erb­senpro­tein sowohl für den Kör­per als auch die Umwelt freun­dlich. Und es kann sich als genau das erwe­isen, Was du wir­klich brauchst.

Lysin, Argi­nin, Glu­ta­min und BCAA
Trotz der vie­len unbe­stre­it­ba­ren Vor­te­ile des Kon­sums von Erb­senpro­teinen kann man immer noch viele Men­schen tref­fen, die meinen, dass es aufgrund des Man­gels an eini­gen Ami­no­säu­ren sin­n­los ist, die Diät auf ihm zu basie­ren. Dabei ver­ges­sen sie, dass wir in Erb­sen Nähr­stoffe und Ami­no­säu­ren fin­den, die keine ande­ren Pro­teine enthal­ten. Diese extra Zusätze hel­fen uns viele Ver­pac­kun­gen im Schrank zu redu­zie­ren und viel Geld zu spa­ren.
Lysin hilft bei der Rege­ne­ra­tion nach Anstren­gung. Dies ist eine Ami­no­säure, die nicht im Orga­ni­smus pro­du­ziert wird und am besten direkt nach dem Tra­ining aufge­nom­men wird. Lysin hilft dem Orga­ni­smus die Muskeln für eine schnel­lere und effek­ti­vere Muskel­syn­these zu repa­rie­ren.
Argi­nin unter­stützt uns vor allem durch die Erwe­ite­rung der Blut­ge­fäße wäh­rend des Krafttra­inings. Dies führt zu einem erhöh­ten Blut­fluss im Orga­ni­smus und hilft bei der Ent­span­nung der Muskeln um die Arte­rien herum. Es hilft bei der Kon­trolle des Pul­ses, weil das Herz nicht so schwer arbe­iten muss, um sich um die Durch­blu­tung des gesam­ten Kör­pers zu küm­mern.
Glu­ta­min wird seit lan­ger Zeit als Lösung für das Pro­blem des zu lang­sa­men Wach­stums von Muskel­masse bewor­ben. Es hilft bei der Vor­beu­gung des Muskel­ge­we­be­zer­falls. Dies führt zu einer schnel­leren Rege­ne­ra­tion, einem schnel­leren Wach­stum des Muskel­ge­we­bes und einer ver­bes­ser­ten Konver­sion von Fett in Muskeln.
BCAA ist eine Posi­tion, die jeder haben muss, der ern­sthaft über seine Tra­inings denkt. BCAA hilft, ähn­lich wie die erwähn­ten Ami­no­säu­ren, bei der Pro­teinsynthese und bei der Vor­beu­gung das Muske­lab­baus. Dein Kör­per pro­du­ziert Ami­no­säu­ren, die dabei hel­fen, nach dem Krafttra­ining Mikro­ver­let­zun­gen der Muskeln zu repa­rie­ren. Du kan­nst den Muske­lab­bau verlang­sa­men, indem du dem Orga­ni­smus Ami­no­säu­ren lie­ferst, die die Rege­ne­ra­tion unter­stüt­zen.

Es eignet sich für Vega­ner und Vege­ta­rier!
Vege­ta­rier und Vega­ner kön­nen manch­mal Pro­bleme damit haben, die entspre­chende Pro­teinmenge zu lie­fern, ins­be­son­dere wenn sie eine Mahl­zeit verzeh­ren müs­sen und nicht viel Zeit dafür haben. Ein hochqu­ali­ta­ti­ves pflan­zli­ches Pro­teinsupplement kann sich in die­sem Moment als ret­tend erwe­isen. Das Erb­senpro­tein bewährt sich auch hervor­ra­gend in Situ­atio­nen, wenn Fle­isch- und Pflan­zenfresser unter einem Dach leben, da beide es ver­wen­den kön­nen.

Erb­senpro­tein und Gewicht­sver­lust
Das Erb­senpro­tein kann den Per­so­nen hel­fen, die Muskel­masse aufbauen möch­ten, kann sich jedoch den Men­schen auf der Reduk­tions­diät als ebenso nüt­zlich erwe­isen. Stu­dien haben geze­igt, dass die­ses Pro­tein das Sät­ti­gungs­ge­fühl erhöht und dabei hilft, die Menge der kon­su­mierten Kalo­rien zu redu­zie­ren.
In einer Stu­die wurde nachge­wie­sen, dass „Caseinpro­tein und Erb­senpro­tein einen stär­ke­ren Ein­fluss auf den Verzehr von Nah­rung haben, als Mol­kenpro­tein, wenn es als Pre­load verzehrt wird. „Dies ist eine hervor­ra­gende Lösung für die­je­ni­gen, die ihre Kalo­rienaufnahme redu­zie­ren und gle­ich­ze­itig die Pro­teinzufuhr auf einem opti­ma­len Niveau hal­ten möch­ten. Es ist gut bekannt, dass die Kalo­rienmenge beim Abnehm­pro­zess eine große Rolle spielt. Die Quali­tät der Kalo­rien ist jedoch wich­tiger als ihr Volu­men selbst. Der Kör­per meta­bo­li­siert ver­schie­dene Arten von Kalo­rien auf ver­schie­den Weise.
Außer­dem hilft hochqu­ali­ta­ti­ves Erb­senpro­tein bei der Bekämp­fung des pro­blematischen Appe­tits. Die Lust auf Naschen ent­steht vor allem dann, wenn unser Kör­per an Nähr­stof­f­män­geln leidet. Er sen­det uns dann Signale, um nach Pro­duk­ten zu gre­ifen, die diese Defi­zite schnell ergän­zen wer­den. Warum ist das nachte­ilig? Aus einem sehr ein­fa­chen Grund. In sol­chen Situ­atio­nen möch­ten wir eher nicht nach Äpfeln gre­ifen, son­dern nach typi­schen Kalo­rienbomben. Der Orga­ni­smus möchte ein­fa­chen Zuc­ker und anstatt in Rich­tung Gemüse zu gehen, tre­ibt er uns zu einem Stand mit Kek­sen. Das Erb­senpro­tein hilft bei der Reduk­tion des Ver­lan­gens, indem es das Sät­ti­gungs­ge­fühl für lange Zeit auf einem hohen Niveau hält.
Nach­te­ile des Erb­senpro­teins
Ähn­lich wie im Fall von ande­ren Sup­ple­men­ten hat das Erb­senpro­tein außer den vie­len Vor­te­ilen auch einige Nach­te­ile.

Was genau sind die Nach­te­ile?
Lasst es uns herausfin­den!
Wie wir schon erwähnt haben, enthält das Erb­senpro­tein im Gegen­satz zu Mol­ken- und Caseinpro­tein nicht alle Ami­no­säu­ren. Außer­dem ist sein Gesch­mack sehr spe­zi­fisch und kann nicht jedem entspre­chen. Es reicht jedoch aus, es mit Was­ser und Früch­ten zu mischen, um den Gesch­mack zu nivel­lie­ren und die kreideähn­liche Kon­si­stenz zu maskie­ren.
Den­je­ni­gen, denen eine erhöhte Zufuhr von Fett in der Diät wich­tig ist, wird die Zusam­men­set­zung die­ses Pro­teins auch nicht ganz gefal­len. Es gibt jedoch Gegen­ma­ßnah­men. Füge zum Shake einen Teelöf­fel Ghe­ebut­ter oder pflan­zli­che Fette in Form von Avo­cado, Koko­söl und Chia­sa­men hinzu.

Zusam­men­set­zung
Erb­senpro­tein ist ein wer­tvol­les Sup­ple­ment sowohl für die­je­ni­gen, die eine Reduk­tion von Fet­t­ge­webe pla­nen und für die­je­ni­gen, deren Ziel der Aufbau von Muskel­masse ist.
Das Erb­senpro­tein cha­rak­terisiert sich durch ein sehr inte­res­san­tes Ami­no­säureprofil. Obwohl es unvol­l­stän­dig ist, kann man es leicht durch den Zusatz eines ande­ren pflan­zli­chen Pro­teins, z. B. Reispro­teins, ergänzt wer­den.
Beach­ten­swert ist jedoch, dass jeder Kör­per anders reagiert. Aus die­sem Grund sol­lte man am besten selbst über­prüfen, Was bei uns am besten wirkt.